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Zukunft der globalen Geodäsie und Fernerkundung aus Sicht des Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ), Potsdam
Citation key escidoc:1593002
Author Schuh, H. and Wickert, J. and Sips, M. and Schöne, Tilo and Rogaß, C. and Roessner, S. and König, Rolf and Klemann, V. and Heinkelmann, R. and Dobslaw, H. and Beyerle, G.
Title of Book Handbuch der Geodäsie
Pages 1 - 55
Year 2016
ISBN 978-3-662-46900-2
DOI 10.1007/978-3-662-46900-2_16-1
Address Berlin, Heidelberg
Editor Freeden, Willi and Rummel, Reiner
Publisher Springer
Abstract Die Technologien und Methoden der Globalen Geodäsie und Fernerkundung (GGF) haben sich in den vergangenen Dekaden mit rascher Geschwindigkeit weiterentwickelt und die Resultate der heutigen GGF liefern wichtige Grundlagen für die geo- und naturwissenschaftlichen Nachbarsdisziplinen. Der Artikel ist das Ergebnis eines intensiven GFZ-internen Denk- und Diskussionsprozesses über die Weiterentwicklung der GGF bis über das Jahr 2030 hinaus. Basierend auf dem zu erwartenden technologischen Fortschritt in Computer- und Satellitentechnik verbunden mit der Nutzung bahnbrechender neuer Entwicklungen der Atom- und Laserphysik ist mit einer Vielzahl von spektakulären Neuerungen in der GGF zu rechnen. Hierzu gehören z. B. die Nutzung der Quantenmechanik für hochgenaue Uhren zur präzisen Bestimmung der Gravitationsbeschleunigung und letztendlich zur Höhenmessung oder der Einsatz von Schwärmen kostengünstiger Klein- oder Kleinstsatelliten zur Erdbeobachtung. In der Fernerkundung bieten neue Sensoren in Verbindung mit innovativen Prozessierungsverfahren und einer Vielzahl von nationalen und internationalen Satellitenmissionen großartige Möglichkeiten der zukünftigen Erdbeobachtung. Auf der Seite der Modellierung spielen die dynamischen Wechselwirkungen zwischen den Komponenten des Erdsystems (Feste Erde, Atmosphäre, Ozeane, Hydrosphäre, Kryosphäre, Biosphäre) ergänzt um den Einfluss des Menschen (Anthroposphäre) eine Schlüsselrolle. Eine wichtige Grundvoraussetzung für die Erfassung von Veränderungen im System Erde ist die Definition, Realisierung und Aufrechterhaltung eines globalen geodätischen Referenzrahmens, wie es erst kürzlich in einer Resolution der Vereinten Nationen (Resolution 69/266, angenommen am 26.02.2015) gefordert wurde. Das Global Geodetic Observing System (GGOS) der IAG (International Association of Geodesy) bündelt als Leitprojekt dieser Dekade alle internationalen Aktivitäten der Geodäsie.
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